Reiche Ernte vom Balkon - Tipps für das nächste Jahr

In diesen Tagen ist Erntezeit: Tomaten, Gurken, Salat und sogar Kartoffeln und Zwiebeln reifen heran und können geerntet werden. Was ein geschmacklicher Unterschied zu der gekauften Supermarktware!

Für das nächste Jahr habe ich aber schon einige Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert:
* Saatgut nicht zu eng aussäen. D.h. der Tipp auf der Verpackung ist ernst zu nehmen, da die Pflanzen sonst zu schwach werden und Krankheiten bekommen können - in meinem Fall waren die Radieschen zu eng gesät und haben keine Knollen gebildet, sondern lange dünne Fruchtkörper.
* Kartoffeln sollten immer angeäufelt werden, d.h. man startet mit wenig Erde, in die man die Kartoffeln gibt und häuft immer wieder Erde auf den nachwachsenden Kartoffeltrieb - das hab ich aus Ungeduld in diesem Jahr versäumt und dadurch vermutlich das Wachstum der Kartoffelknollen gebremst
* Kartoffeln sollten erst geerntet werden, wenn die Kartoffelpflanze oberhalb der Erde komplett verdörrt und abgestorben ist - ich habe meine Kartoffeln zu früh aus der Erde gezogen, d.h. sie waren noch nicht voll entwickelt
* Alte Erde kann unter Umständen wiederverwendet werden, wenn man diese aufwertet (z.B. mit frischer Erde oder Hornspäne) - ich habe in einem Fall leider den Fehler gemacht und Erde für Tomaten verwendet, die anscheinend mit Pilzsporen verseucht war. Die Tomate hat entsprechend eine Krankheit entwickelt und die Tomaten sind unreif abgefallen. Tomaten gelten als Starkzehrer und benötigen zwingend frische, reichhaltige Erde.
* Equipment (Töpfe, Rankhilfen) sollten stets gesäubert werden, bevor sie wiederverwendet werden - auch hier war ich zu ungeduldig und habe meine Chili in den Topf vom Vorjahr gepflanzt, in dem bereits im Vorjahr Läuse waren. Völlig überraschend kamen die Läuse dieses Jahr wieder. Ich konnte die Pflanze retten, in dem ich Sie vor das Haus auf die Wiese gestellt habe. Die dortigen Schnecken haben sich über die Läuse hergemacht, die Chilis aber glücklicherweise verschont.
* Johannisbeersträucher müssen gerade in der Wachstums- und Blütenphase gut feucht gehalten werden, damit die Blüten nicht verrieseln (also trockenheitsbedingt frühzeitig abfallen) - den Fehler habe ich nicht selbst gemacht, jedoch waren meine gekauften Pflänzchen anscheinend vor dem Kauf zu trocken geworden. Nächstes Jahr werde ich hegen und pflegen, um eigene Johannisbeeren ernten zu können.
* Zucchini und Gurken sind sehr fragil - sie brauchen einen Standort, an dem sie in Ruhe wachsen können. Mein Balkon ist jedoch räumlich begrenzt, sodass viele Zweige abgebrochen sind, als ich versucht habe mich an den Pflanzen vorbeizuquetschen. Nächstes Jahr würde ich hier mehr Platz kalkulieren und einen ungestörteren Platz aussuchen
* Petersilie erst später aussäen - ich habe diesen bereits im Februar ausgesät - viel zu früh, da hat nichts gekeimt. Nächstes Jahr starte ich mit den Kräutern erst im April/Mai
* ausreichend große Kübel für Tomaten vorsehen - jedes Jahr, aber wirklich jedes Jahr, pflanze ich die roten Schätze in viel zu niedrige Kübel. Dadurch werden die Tomaten leider sehr kopflastig, wenn sie in die Höhe schießen und schwere Früchte tragen, und kippen häufig um. Blöd!

Welche Tipps habt ihr für mich? Was waren eure großen Anfängerfehler?

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